» Martin Veigl
» Seien es Bewegungen, Haltungen oder zueinander gewandte Menschen scheinbar im Gespräch oder in einer Interaktion: Martin Veigl vereint in seinen Bildwerken diese leisen Gesten zu einer malerischen, momentanen Aufnahme. Gerade das Ausschnitthafte und nicht völlig in der Bildfläche Gemalte, suggeriert den Augenblick der Erinnerung, wo oft Flächen nicht mehr im Gedächtnis und deshalb frei bleiben, da man sich auf das Wesentliche konzentriert und scheinbar Unwichtiges ausblendet.
Über Martin Veigls technische Brillianz ist es unnötig Worte zu verlieren, denn ein Blick auf seine Bildwerke zeigt nicht nur, dass hier ein Künstler sein Handwerk versteht und seinen Bildwerken Ausdruck verleiht, sondern auch seine Begabung in seinen Kompositionen die Bewegung lebendig zu erhalten. Auch wenn er zeichnerisch Blumen zum Stillleben bittet, bleibt die Lebendigkeit und Plastizität der Dargestellten evident. Das Wesentliche ist herausgearbeitet und der Betrachtende vollendet es in seinem Blick. Spiegelungen und Verzerrungen im Wasser erwecken ebenso Martin Veigls Aufmerksamkeit und werden wie seine Menschenbilder zu Erzählungen von Momenten, die mit ihrem Spiel des Lichts und dem kurzen Festhalten des Augenblicks zu besonderen Bildmotiven werden. Der Künstler schafft sich mit seiner Bildwelt einen Freiraum, den wir als Betrachtende betreten und in sein Universum des Sehens eintauchen können." Gabriele Baumgartner
Martin Veigl wurde 1988 in Steyr in Österreich geboren. Er studierte dann Malerei bei Willem de Kooning an der Academy Rotterdam, von 2008 - 2014 an der Kunstuniversität Linz und bis 2016 an der Universität für angewandte Kunst in Wien bei Johanna Kandl, Gerhard Müller und Henning Bohl.
Heute lebt und arbeitet er in der Stadt Haag in Österreich.