Maxim Brandt
Maxim Brandts gegenständliche Malerei bewegt sich im Grenzbereich der Fiktion und entführt den Betrachter in eine imaginäre, märchenhafte Welt voller düsterer Ungereimtheiten und Widersprüche.
Romantisch, bisweilen kitschig und immer wieder hinterfragend erscheinen die Arbeiten von Maxim Brandt. Gibt es diese Welten wirklich. Zusammengesetzt aus mehreren Ebenen, Zeitachsen und Stilelementen, unterwandert von modernen Memes und Emojis als Zeichen des digitalen Jahrhunderts, spielt der Künstler mit den gefunden Versatzstücken und collagiert und montiert die Elemente meisterhaft malerisch aneinander. Es entsteht eine merkwürdige, poetische und fantasievolle Welt mit surealen Verweisen und Einflüssen. Grundlage bilden digitale Fundstücke und Bilder, die bei der Übertragung auf die Leinwand eine erneute Wandlung erfahren, indem der Künstler während des Malprozesses Farben, Formen und Lichteinfall, sowie selbst die Komposition nochmals schöpferisch verändert.
Der Kosmos des Künstlers entspricht der heutigen Schnellebigkeit, dem permanenten Einfluss von informationen und Bildern, der Überdosierung im digitalen Zeitalter. Verwirrend, surreal und gesellschaftskritisch stellt Brandt mit seinen Bildern Fragen, läßt die Antworten aber weitestgehend offen.